Strom und Energie für Bonn
Erdöl im Überblick
Erdöl ist ein aus abgelagerter Biomasse entstandener fossiler Energieträger, der seine Bedeutung heute in der Stromerzeugung, der Erzeugung von Treibstoff und in der chemischen Industrie findet. Bereits vor über 10.000 Jahren entdeckten die Menschen Erdöl, die Förderung von Erdöllagerstätten begann aber erst im 19. Jahrhundert. Damals wurde es hauptsächlich zur Herstellung von Lampenbrennstoff, nach der Erfindung des Automobils als Treibstoff verwendet.Zukunft der Erdölnutzung
Wie groß die Weltreserven von Erdöl sind, variiert nach verschiedenen Quellen. Die Angaben schwanken zwischen 1100 Milliarden bis 3 Billionen Barrel. Kritiker sagen jedoch, dass diese Zahlen häufig aus politischen Gründen gefälscht werden. Einige Länder melden trotz einer starken Förderung auch jedes Jahr dieselben Zahlen. Voraussichtlich werden die Erdölreserven auf der Welt noch etwa 50 Jahre den Verbrauch decken können. Allerdings ist dies im Falle des Erdöls im Gegensatz zu anderen fossilen Energieträgern eine Voraussage, die schon mehrmals getroffen wurde, doch nie eintraf. Dieses Phänomen wird Erdölkonstante genannt. Niemand kann also wirklich sagen, wie viel Erdöl überhaupt existiert und wie lange es noch reichen wird. Alles was man mit Sicherheit weiß, ist das Erdöl zwar auch konstant reproduziert wird, die Fördermenge diese Reproduktion jedoch um ein vielfaches übersteigt. Wenn auch vielleicht nicht in 50 Jahren, so werden die Erdölreserven doch in absehbarer Zeit verbraucht sein.Auf die Stromproduktion wird dies weniger Auswirkungen haben als die Ausbeutung anderer Energiequellen, denn Erdöl macht heute nur noch einen kleinen Teil der Stromerzeuger aus. Für die Treibstoffproduktion allerdings sind Auswirkungen schon heute in Form von immer weiter steigenden Benzinpreisen deutlich, auch wenn diese größtenteils auf politische Entwicklungen zurückzuführen sind.